Der Circus Sonnenstich feiert sein 15jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass stellen wir das neu gegründete Zentrum für bewegte Kunst vor, in dem der Circus nun seine Heimat gefunden hat. | |
Die erfolgreichen Shows des Circus Sonnenstich zeigen, zu welchen künstlerischen und körperlichen Leistungen Menschen in der Lage sind, die in ihren Potentialen und Fähigkeiten intensiv und langfristig gefördert werden. Den Artisten/-innen gibt ihre Arbeit Gelegenheit zur echten Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben. Dem Publikum ermöglichen die Vorstellungen einen neuen und wertvollen Blickwinkel auf ganz besondere Menschen. | |
Circus Sonnenstich gründet das "Zentrum für bewegte Kunst" - lernen durch Bewegung für Menschen mit Handicaps

Sehr geehrte Damen und Herren,
Hiermit stellen wir Ihnen nach 14 Jahre erfolgreicher Projektarbeit die Planung unseres Circus Sonnenstich als „Zentrum für Bewegte Kunst“ (kurz ZBK) vor:
Was wir tun:
In Deutschland gibt es nur wenige Projekte, die mit Kindern und Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit so genannter „geistiger Behinderung“ artistisch-künstlerisch arbeiten. Die Arbeit mit den Mitteln des „new circus“ ist dabei sogar einzigartig. Somit ist Circus Sonnenstich ein Beispiel dafür, zu welchen künstlerischen Leistungen diese jungen Menschen in der Lage sind, wenn sie in ihren Fähigkeiten und Potentialen entsprechend intensiv und langfristig gefördert
Mit unserem professionell geschulten Team können wir ein weit gefächertes Feld an Bewegungskünsten aus dem Bereich der Artistik und weiteren Bühnenkünsten (Tanz und Theater) unterrichten. Wir arbeiten unter anderem in den Disziplinen Akrobatik, Balancetechniken, Einrad, Trapez, Jonglage & Diabolo und Tanz.
Wir verstehen den Circus Sonnenstich als einen Ort, an dem jeder ganzheitlich Mensch sein kann und darf. Und zwar Mensch mit allen Facetten, Schwächen, Besonderheiten und Stärken, die jeder mitbringt. Ein Ort um Beziehungen zu knüpfen, Selbstvertrauen und Bestätigung zu bekommen und immer wieder vor psychische und physische Anforderungen und Herausforderungen gestellt zu werden.
Ein Ort, um sich gegenseitig in den unterschiedlichen Formen des Mensch-Seins zu bereichern.
Unser Vorhaben:
Wir planen eine Erweiterung unserer Arbeit, um eine deutlich größere Gruppe von Menschen mit Handicaps an zirkuspädagogische Projektarbeit und künstlerische Ausdrucksformen heranzuführen und so eine neuartige Bewegungskultur für so genannte „geistig- behinderte“ Menschen mit Mitteln des Zirkus und verwandter Bewegungskünste entwickeln zu können.
Das Zentrum wird ein Ort sein, an welchem Trainingsangebote für die bestehenden und weitere Gruppen im Freizeitbereich, auf der Ebene einer künstlerischen Compagnie und auch als Arbeitsplatz angeboten werden.
Darüber hinaus sind Weiterbildungen im Bereich der Zirkus- und Bewegungspädagogik geplant, sowie Kooperationen mit anderen Berliner Weiterbildungs-Einrichtungen im Bereich Tanz und Zirkus. Bühnenproduktionen und Auftritte an Berliner Bühnen, sowie Gastspielreisen werden weiterhin zu unserem Programm gehören. Eine vertiefte Forschungsarbeit zu Entwicklungspotentialen so genannter „geistig behinderter“ Menschen, sowie deren besonderer künstlerischer Ausdrucksformen wird angestrebt.
Mit dem „Zentrum für bewegte Kunst“ möchten wir eine Leerstelle der Gesellschaft ausfüllen, indem wir qualitätvolle Angebote für eine neue Bewegungskultur für Menschen mit Handicaps etablieren, die deren künstlerische Ausdrucksfähigkeiten fördert, einen gesundheitspräventiven Charakter entfaltet, sowie eine wirkliche Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben ermöglicht. Und – ganz zentral – die sozialen und künstlerischen Kompetenzen von Menschen mit so genannten „geistig- behinderten“ Menschen als Bereicherung für die Gesellschaft sichtbar macht.
Der Ort:
Aufgrund der besonderen Struktur unseres Projektes suchen wir einen zentralen, gut etablierten, verkehrsgünstig gelegenen und sympathischen Ort mit Stil und Ausstrahlung. Die Menschen, die unser Zentrum besuchen, kommen aus allen Teilen von Berlin. Sie brauchen einen Ort, der für sie gut und angenehm erreichbar ist. Es soll ein pulsierender Ort mit realen Lebensbezügen sein – wie zum Beispiel ein Gewerbehof, an dem unterschiedliche handwerkliche Werkstätten und Büros vorzufinden sind.
Eine aktuelle Kampagne der Bundesregierung heißt „Deutschland wird inklusiv“. Die Verortung unseres „Zentrums für bewegte Kunst“ auf einem Gelände mit anderen Unternehmen wäre für uns ganz im Sinne dieses Inklusionsgedankens. So kann es spannende Vernetzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten durch umliegende Gewerbe geben und – als weiterführende Idee - in der Zukunft gegebenen Falls sogar einige geschützte Arbeitsplätze.
Anforderung an Räumlichkeiten: 1 Etage mit 350 m² – 450m² Nutzfläche.
Aktueller Stand und weitere Entwicklung des „ZBK“:
Im Augenblick ist der Verein „Zentrum für bewegte Kunst e.V.“ in Gründung. Ab Herbst 2011 wird er seine Tätigkeit aufnehmen. Neben der langjährigen Kerngruppe ist seit Mai 2011 bereits mit „Sonnenstich- Junior“ eine zweite Projektgruppe etabliert. Das auf diesen Gruppen aufbauende „ZBK“ soll die Nachhaltigkeit unserer Arbeit sichern und vertiefen, sowie gerade in Hinsicht auf Inklusion um vielseitige Facetten erweitern.
Unsere aktuelle Show „Beziehungs-Weise“ (bisher 12 ausverkaufte Vorstellungen im Theater Rambazamba) wird 2012 zum 15-jährigen Jubiläum des Projektes auf Gastspielen und Gastspielreisen zu sehen sein. Der Circus hat in der zirkuspädagogischen Szene in Deutschland einen exzellenten Ruf und ist mit der Leitungsebene der Bundesarbeitsgemeinschaft Zirkuspädagogik gut vernetzt. Durch das „ZBK“ soll die Aufmerksamkeit und Resonanz in Berlin und Deutschland weiter ausgebaut werden, um diesen besonderen Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, die sie auch verdienen.
Wir freuen uns über finanzielle und ideelle Unterstützung, um dieses Projekt zu verwirklichen.
Wenn Sie uns unterstützen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.
Mit freundlichen Grüßen,
Anna-Katharina Andrees & Michael Pigl- Andrees
