Anna-Katharina Andrees

Anna-Katharina Andrees ist ausgebildete Schauspielerin, Theaterpädagogin und Schauspiel-Coach für Menschen mit Beeinträchtigung am Set für Film und Fernsehen. 
(Infos: www.anna-katharina-andrees.de)

Seit November 2005 begleitet sie den Circus Sonnenstich auf vielen Ebenen. Sie konzipiert für das neue Programm das Bewegungstheater-Training und übernimmt wichtige Teile der Gesamtregie. Sie gibt einzelnen ArtistInnen Gesangsunterricht und hat sich mittlerweile zur Maskenbildnerin des Circus weiter entwickelt. Für die Programme „Varieté Olé!“ und "Beziehungs-Weise" entwickelte sie mit den jeweils dafür entstandenen Bands "Cifi Loops" und "Le Juka" die Musik, die auch als CD eingespielt wurde.

Im Frühjahr 2006 startete sie eine Reihe von Theaterworkshops für die Artistinnen. Seit dem Sommer 2008 setzt sie als neuen Fokus ihrer Arbeit den Schwerpunkt auf ein Tanztheatertraining, das sie speziell für die Anforderungen und Besonderheiten im Circus Sonnenstich konzipiert.

Das Tanztheatertraining ist eine Ergänzung zur Arbeit mit den Zirkusgeräten, durch welche die ArtistInnen ein konkretes Gegenüber haben. Im Tanz gibt es nur den eigenen Körper und den Raum. Dies ist eine neue Herausforderung für die ArtistInnen. Differenzierte Bewegungsqualitäten werden erforscht, sowie Kommunikationsformen über Körpersprache und Körperausdruck werden erarbeitet. Der Weg, weg von Bewegungsklischees, in Richtung konkreter Bühnenvorgänge wird bereitet.

Seit 2011 ist sie Projektleiterin und künstlerische Leitung des Vereins Zentrum für bewegte Kunst e.V..

Anna-Katharina Andrees über sich selbst

Was mich interessiert und fasziniert, sind die Menschen in ihrer individuellen Besonderheit. Ich möchte herausfinden, wie ich sie im Zentrum ihres Mensch-Seins erreichen kann. Wie kann ich ihre Fähigkeiten frei legen und entdecken und für die Bühne nutzbar machen? Immer wieder neu stellt sich für mich die Frage: Mit welchen Mitteln kann ich die ArtistInnen fordern und fördern?
Welche Strukturen helfen ihnen? Wie etablieren wir eine klare und gemeinsame Bühnensprache? Welche Entschiedenheit brauchen sowohl die TrainerInnen als auch die ArtistInnen, um über intensives Training einen individuellen und gruppenspezifischen künstlerischen Ausdruck zu entwickeln?